Cycling Cities – Inspiration für Kommunalpolitiker:innen
Ein volles Haus im Kino des Jugendzentrum Portstraße in Oberursel: 80 Personen wollten den Film Cycling Cities sehen, den der ADFC Hochtaunus am 24. Februar zeigte. 21 Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich im Anschluss an den Film zwei Fragen.

Fahrradfreundliche Städte - ein Thema im Wahlkampf, das der ADFC Hochtaunus aufgriff: 80 Personen wollten den Film “Cycling Cities” am 24. Februar sehen. 21 Kandidatinnen und Kandidaten für die Parlamente in den Kommunen und für den Kreistag aus elf Parteien/Gruppen waren der Einladung des ADFC gefolgt und stellten sich im Anschluss an den Film zwei Fragen.
Frage an Kreistagskandidatinnen und Kandidaten
Die künftigen Kreistagsabgeordneten sollten sagen, was sie in den nächsten fünf Jahren tun, um den Alltagsradfahrenden auf den von ADFC geforderten fünf Hauptrouten sicheres Radfahren zu ermöglichen und wie in welcher Rolle sie den ADFC dabei sehen. Es geht um die Verbindungen
1. Neu Anspach – Saalburg – Bad Homburg,
2. Usingen-Wehrheim-Saalburg-Oberursel,
3. Glashütten-Königstein-Frankfurt,
4. Königstein-Kronberg-Oberursel und
5. Radschnellweg FRM5-Friedrichsdorf-Bad Homburg-Oberursel-Steinbach-Frankfurt.
Einig waren sich die sechs zur Wahl Stehenden, dass mehr Radwege gebaut werden müssen, besonders entlang der Landstraßen. Sie hatten aber auch Einwände: das fehlende Geld, der fehlende Platz, die Notwendigkeit, Bäume dafür fällen zu müssen. Und im Hintertaunus gäbe weniger Straßen, wo man begleitende Radwege bauen könnte. Man müsste eher durch den Wald.
Ähnliche Herausforderungen in den Städten
Der Film zeigt, dass es möglich ist, die Städte lebenswerter und klimafreundlicher zu machen, wenn der Radverkehr gestärkt wird. Wenn weniger Autos in den Städten sind, gewinnt man Platz für die Menschen. Die Aufgabe der Klimafreundlichkeit müssen alle Kommunen lösen. Darum war die Frage an die Kandidatinnen und Kandidaten aus Bad Homburg, Friedrichsdorf, Oberursel und Steinbach auch, was sie in den nächsten fünf Jahren in dieser Richtung unternehmen werden.
Natürlich waren die Antworten immer beeinflusst von den konkreten Fragen vor Ort. So ging es beispielsweise um das in Oberursel sehr umstrittene Straßenbauprojekt „Durchstich Nassauer Straße“. Der Vertreter der OBG, die das Projekt befürwortet, hat den Rat der Experten aus dem Film beherzigt, vor der Wahl klar zu sagen, was man will, und sich auch auf der Bühne dazu bekannt.
Viele Inspirationen - und was wird daraus?
Alle versicherten, dass sie aus dem Film eine Menge Anregungen mitnehmen. Unsere Aufgabe wird es jetzt sein zu verfolgen, ob daraus auch Politik wird und sich Radinfrastruktur, Klimaresilienz und Aufenthaltsqualität in den Kommunen tatsächlich verbessern.
Diese Veranstaltung empfanden nicht nur wir als gelungen. Wir haben aus der Politik und von den anderen Besucherinnen und Besuchern viele positive Rückmeldungen erhalten. Schade, dass die eingeladene Presse durch Abwesenheit glänzte.